Perser Teppiche - Produktbeschreibung - Glossar
Perser Webteppiche
Der traditionelle Touch für Ihre Einrichtung: Perser Teppiche
Perser Teppich - häufig auch etwas allgemeiner als „Orientteppiche“ bezeichnet - sind bereits seit Beginn der Bronzezeit ein fester Bestandteil der persischen Kunst und Kultur. Die Herstellung der kunstvollen Auslegware gilt seither als eine der wichtigsten - wenn nicht die wichtigste - Kunstfertigkeit in den entsprechenden Breitengraden.
Die ältesten Exemplare, die bislang zurückverfolgt werden konnten, sind Perserteppiche aus Ostturkestan. Sie werden auf das dritte oder fünfte Jahrhundert datiert. Ein besonders prachtvolles Stück Teppichgeschichte lässt sich heute im Museum Eremitage in Sankt Petersburg bewundern: Hier liegt ein 1,83 x 2 Meter großes Exemplar, welches höchstwahrscheinlich im fünften Jahrhundert vor Christus gewoben wurde. Trotz dieser und zahlreicher weiterer Funde lässt sich der genaue Beginn der persischen Webkunst bis heute nicht genau festmachen.
Ein wichtiger Treiber für die Verbreitung von Perserteppichen in Europa waren die Weltausstellungen in Wien (1873) und Paris (1878). Die damals als „Türkische Teppiche“ vermarkteten Produkte wurden durch die Großveranstaltungen einem großen, europaweiten Publikum zugänglich. Im Zuge dessen konnte der Export deutlich angekurbelt werden. Die Bezeichnung „Türkische Teppiche“ ruhte aus der Tatsache, dass der Export nach Europa über Istanbul stattfand. Die eigentliche Herstellung erfolgte dagegen im Iran.
Die erwähnte Bezeichnung „Orientteppich“ wird den Produkten aus dem Iran wohlgemerkt nicht ganz gerecht: Während türkische Teppiche traditionell symmetrisch („gordisch“) geknüpft werden, erfolgt der Aufbau in der persischen Webkunst asymmetrisch mittels so genannter „Sennehknoten“ (benannt nach der gleichnamigen Stadt im Nordwesten des Irans).
In einem hochwertigen Perser Teppich kommen beide Knüpftechniken vor. Ein charakteristischer Unterschied besteht in der Komplexität: Der türkische Knoten ist doppelt geknüpft, der persische dagegen einfach. Dazu wird lediglich jeder zweite Kettfaden vollständig umschlungen.
Zu den Hochburgen der Perserteppich-Produktionen zählen die Orte Tärbis, Kerman, Herat, Kaschan und Isfahan. Historiker mit einem Händchen für die kunstvollen Erzeugnisse, aber auch versierte Teppichexperten können die Herkunft eines echten Perserteppichs anhand seines Musters ziemlich genau festmachen. Viele der komplexen Muster, die bis heute überlebt haben, wurden einst von der Kalligraphie - der Buchkunst des Korans - inspiriert.

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