Seidenteppiche - Sisal Teppich, Sisal Teppiche - Glossar
Seidenteppiche
Seidenteppiche: Mit der Kraft der Natur
Trotz des allgegenwärtigen Trends zu synthetischen Fasern bleibt die Güte der Seidenteppiche unanfechtbar: Seide gilt als der strapazierfähigste Faden, den Mutter Natur hervorgebracht hat. Die feine Textilfaser, die aus den Kokons der Seidenraupe gewonnen wird, ist wohlgemerkt die einzige Endlosfaser, die auf eine natürliche Art und Weise entsteht. Die Ursprünge werden mit großer Wahrscheinlichkeit in China vermutet. Mit der Zeit wurden die Erzeugnisse nach Europa exportiert – in diesem Zusammenhang findet die sogenannte „Seidenstraße“ zahlreiche Erwähnungen in den Geschichtsbüchern.
Die Vorzüge von Seide waren bereits in der Indus-Zivilisation (circa 2.800 bis 1.800 vor Christus) bekannt. Mit der Weiterentwicklung der damit verbundenen Wertschöpfung sprachen sich die Eigenschaften der Endlosfaser auch im Rest der Welt herum. In China – der Wiege der Seide – war dies nicht immer erwünscht: Eine Zeit lang stand auf das Schmuggeln von Seidenraupen (beziehungsweise ihren Eiern) außer Landes die Todesstrafe. Einer Sage zufolge gelang es zwei persischen Mönchen um das Jahr 555 herum dennoch, einige Eier nach Konstantinopel zu bringen. Mit dem Wissen, das sie über die Seidenproduktion in China erlangten, war damit erstmals eine Seidengewinnung fernab Chinas möglich.
Ganz gleich ob diese Geschichte nun wahr ist oder nicht: Mit der Zeit entwuchsen neue Zentren der Seidenproduktion, so beispielsweise im nord-italienischen Lucca. Auch die deutsche Stadt Krefeld nahm zwischen dem 17. und dem 19. Jahrhundert eine wichtige Rolle in der Seidenverarbeitung ein.
Gegenüber synthetisch hergestellten Teppichen oder klassischen Baumwollteppichen bringen hochwertige Seidenteppiche verschiedene Vorteile mit sich: Der natürliche Glanz des überaus feinen Fadens kommt brillanter zur Geltung als bei der eher faserigen Oberfläche eines herkömmlich hergestellten Teppichs. Dazu kommt die Tatsache, dass Seide überdurchschnittlich gut Farbstoffe aufnehmen kann – Sie kommen dementsprechend in den Genuss kräftiger, langanhaltender Farben. Die hohe Qualität manifestiert sich auch in der Knüpftechnik: Da der Faden wie bereits angedeutet sehr dünn ist, muss die Knüpfdichte eines Seidenteppichs zwangsläufig höher ausfallen als beispielsweise bei einem Wollteppich. Damit erscheinen auch eventuell eingearbeitete Muster deutlicher klarer und feiner.

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